Sie sind nicht angemeldet.

Bewerbung als PRLMS-Fahrer bitte HIER

Anmeldung zum 4. PRLMS-Rennen HIER

Benjamin Sander

Fortgeschrittener

(36)

  • »Benjamin Sander« ist männlich
  • »Benjamin Sander« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 273

Wohnort: Oberrieferath

Beruf: Auszubildender IT-Systemkaufmann

Renommeemodifikator: 3

Danksagungen: 2 / 2

  • Nachricht senden

1

Donnerstag, 24. Februar 2011, 09:20

Bennys Hardware Tipps

Hallo Pro-Racer,

hier stelle ich meine allgemeinen und konkreten Hardwaretipps vor.
Ihr könnt mir gerne Vorschläge machen oder Fragen stellen womit ich mich dann in naher Zukunft dann befassen kann. Liste:





Heute präsentiere ich euch:
Solid-State-Drive (SSD)


Vorteile eines Solid-State-Drive sind mechanische Robustheit, sehr kurze Zugriffszeiten, niedriger Energieverbrauch und das Fehlen jeglicher Geräuschentwicklung. Logischerweise ist der Nachteil des ganzen ein relativ hoher Preis. Vernünftige Modelle beginnen bei knapp 100€.


Im Allgemein ist der Hauptgrund der Anschaffung einer SSD der riesige Leistungszuwachs, da sie die schwächste bzw. langsamste Komponente eines Notebooks oder PC-Systems ersetzt: Die Festplatte oder auch Hard-Disk-Drive (HDD). Entscheidend sind nicht die sequentiellen (vordefinierten Reihenfolge) Lese- oder Schreibwerte wie sie beim kopieren einer einzigen großen Datei vorkommt, sondern die (zufälligen) Zugriffszeiten.
Diese betragen nur 0,15ms. Im Gegensatz zu einer HDD mit 12ms oder eines USB-Sticks von locker 120-500ms - weshalb bei letzteren auch der Kopiervorgang von mehreren Musiktiteln so lange dauert - ist das wahnsinnig schnell.
Mit einer SSD startet das System deutlich schneller und ist in der normalen Benutzung um ein vielfaches schneller. Ob es jetz Spiele sind, das beliebte Photoshop, der Internetbrowser oder der große Bilder- oder Filmordner: Absolut alles lädt deutlich schneller. Nachladeruckler gehören damit der Vergangenheit an.

Auch wenn die Investition echt teuer aussieht, erweist sie sich inbesondere bei ohnehin nicht absoluten "billiger ist mehr" Rechnern als absolut lohnenswert.
Als Einstiegs-Beispiel kann ich euch nur folgende Variante empfehlen:

Crucial RealSSD C300 64GB, 2.5", SATA 6Gb/s (CTFDDAC064MAG-1G1)


Wer das Geld hat sollte direkt in eine 128 GB Version stecken, da man bei 64 GB nur das System und die wichtigsten Programme draufbekommt. Außerdem leidet die Leistung spürbar darunter wenn die SSD voll ist (~ 75% +), obwohl sie selbst dann noch erheblich schneller als eine normale HDD ist. Wichtig ist auch, dass die die SSDs nie defragmentiert werden sollten. Aufgrund der Arbeitsweise der SSDs (Flashspeicher) wird versucht jede Zelle so wenig wie möglich anzusprechen, da die Lebensdauer der einzelnen Speicherzellen von den Schreibzyklen abhängt. Je öfter eine Zelle beschrieben wird, umso schneller wird sie irgendwann unbrauchbar. Die Lebensdauer sieht wie folgt aus:

Lebensdauer
  • Lesen unbegrenzt
  • Schreibvorgänge:
  • ~10.000 (MLC)
  • ~100.000 (SLC)
  • ~ 5 Mio. (selektierte SLC-Chips) Schreibvorgänge je Zelle

Die NAND-Chips vom Typ MLC sind preisgünstiger und bieten außerdem nicht so hohe Schreibraten. Die meisten Endverbraucher brauchen das allerdings auch nicht.
SLC Chips sind deutlich teurer und meiner Ansicht nach auch nicht sinnvoll im verbreitensten SATAII 2,5" Format, da kann man sich gleich SSDs via PCI-Express Slot anschließen. Außer man benötigt die große Anzahl Schreibzyklen und der Aufpreis ist es einem persönlich Wert.
Tipp: Wenn man ca. 10% der SSD nicht formatiert, kann die Lebensdauer nochmal erheblich verlängert werden. Jede SSD besitzt zwar einen eigenen Reservespeicher für Zellen die ausfallen, das wäre allerdings eine sehr günstige Alternative für SLC-Chips oder für Leute die ihre SSD einfach länger behalten wollen. Grundsätzlich ist die SSD aber aufgrund von verschleißfreien Teilen länger haltbar als eine normale HDD.


Fazit:
Teuer aber lohnenswert. Eine SSD beschleunigt das System mindestens genauso gut wie der Einbau eines brandneuen Prozessors oder einer aktuellen Grafikkarte. In Verbindung mit einer herkömmlichen HDD zur Speicherung der Daten, oder gar einem RAID10 zur redundaten und beschleunigten Nutzung, bietet eine SSD unglaublich Geschwindkeit und ist dabei für absolute Silentsystem geeignet. Auch das Lieblingsspiel findet selbst auf einer 64GB Variante Platz. Der Nachteil ist der hohe Anschaffungspreis und die beschränkte Größe.

~ "...mach aus den Rappern hier Obstsalat nenn es SizzlingHot." ~

Dieser Beitrag wurde bereits 7 mal editiert, zuletzt von »Benjamin Sander« (3. Juni 2011, 22:58)


  • »ralf rickmann« ist männlich

Beiträge: 139

Wohnort: Tröbitz

Beruf: wieder am lernen

Renommeemodifikator: 4

  • Nachricht senden

2

Donnerstag, 24. Februar 2011, 21:23

Bei 128 GB bin ich da mal nicht deiner Meinung.
Ansonst ist das schon nen fast perfekter Vortrag aber wen man ein Betriebssystem auf einer SSD installiert sollte man wissen das man soviel Datensicherheitsmerkmal an einem OS ausschalten muss das man eine halbwegige Lebensdauer von der Festplatte haben will. Und dann das mit dem Reservespeicher: da ist hervorzuheben wen einmal die Meldung kommt das auf den Reservespeicher zugegriffen wird kann man sich gleich eine neue Festplatte kaufen. Denn durch die heutige Controller werden die Schreibprozesse so gut gesteuert das dann wirklich alle Reserver verbraucht sind. Deshalb ist nach heutigem Stand es ratsam das man max so ungefähr die Hälfte an Speicherkapazität nutzt demnach brauch man wirklich eine Große Festplatte und da ist man leider nicht bei 100€ dabei sonder eher bei 1000€ .
Ansonst super Sache dieses Speichermedium. Und denk mal in 1-2 Jahren ausgereifter und bezahlbarer per Preisleistung. Da man per HDD noch billiger kommt und mehr Kapazität hat bei selber Schreibgeschwindigkeit im Raid.
Vertragsfahrer der Pro-Racer

Benjamin Sander

Fortgeschrittener

(36)

  • »Benjamin Sander« ist männlich
  • »Benjamin Sander« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 273

Wohnort: Oberrieferath

Beruf: Auszubildender IT-Systemkaufmann

Renommeemodifikator: 3

Danksagungen: 2 / 2

  • Nachricht senden

3

Freitag, 25. Februar 2011, 03:18

Bei 128 GB bin ich da mal nicht deiner Meinung.
Ansonst ist das schon nen fast perfekter Vortrag aber wen man ein Betriebssystem auf einer SSD installiert sollte man wissen das man soviel Datensicherheitsmerkmal an einem OS ausschalten muss das man eine halbwegige Lebensdauer von der Festplatte haben will.

Rall grad nich was du meinst sry^^ Glaube du meinst iwie das iwelche Sicherheitsdinger ausschaltet am OS damit die Festplatte (SSD?) nicht nur halb so lange hält wie normal? Du kannst auf einer SSD, insbesondere bei 128GB SSDs ca. 72TByte schreiben, bis Aussetzer kommen, also es im schlimmsten Fall keine Reservezellen mehr gibt.

EDIT// wird übernommen:
Es muss mal dazu gesagt werden, das Zellen öfter ausfallen. Es ist anhand der großen Anzahl Zellen (= Datenblock) aber sehr kalkulierbar. Es hört sich zwar komisch an, wenn man mit "Fehlern leben" soll, aber das haben wir bereits bei der CD (Quelle Wiki):
"Zur Datenspeicherung auf CD-ROM (Mode 1) werden 2048 Byte Nutzdaten mit zusätzlichen Fehlerkorrektur- und Synchronisationsdaten in einem 2352 Byte großen Block gespeichert. Dadurch erreicht man eine praktischere Blockgröße von exakt 2 Kilobyte bei gleichzeitiger Verringerung der Bitfehlerhäufigkeit um etwa das Zehntausendfache."
Außerdem: Wenn man eine Scheibe brennt, verursacht der Laser massig Fehler. Durch eine automatisierte Fehlerkorrektur schreibt er einfach die Daten eines Datenblocks neu in einen anderen. Die Fehlerquote liegt weit unter 1%, das würde aber so gut wie alle Disks unleserlich machen.

Und dann das mit dem Reservespeicher: da ist hervorzuheben wen einmal die Meldung kommt das auf den Reservespeicher zugegriffen wird kann man sich gleich eine neue Festplatte kaufen. Denn durch die heutige Controller werden die Schreibprozesse so gut gesteuert das dann wirklich alle Reserver verbraucht sind. Deshalb ist nach heutigem Stand es ratsam das man max so ungefähr die Hälfte an Speicherkapazität nutzt demnach brauch man wirklich eine Große Festplatte und da ist man leider nicht bei 100€ dabei sonder eher bei 1000€ .

Ich kann deine Aussagen nicht nachvollziehen.
1.) Ist eine SSD keine Festplatte, sie ist ein Flashspeicher. SSD ist eine eigene Rubrik. Oder schonmal einen USB Stick wie eine Festplatte betitelt?^^
2.) Es kommt nie eine Meldung, das Reservespeicher benutzt wird, da die Meldung unnötig ist. Es ist nunmal keine Festplatte, wo die Fehler mechanischen Ursprungs sind. Der Reservespeicher dient dazu, dass du nach 2 Jahren nich plötzlich 50Mb weniger platz hast und dient vorallem der Datensicherheit. Dabei kann auch kein Datenverlust entstehen, wenn alte Zellen von Reservezellen ersetzt werden. Da die SSD einen Zwischenspeicher hat, werden Informationen kurzfristig gespeichert und komplett ausfallen tut die Zelle ja auch nicht. Sie überschreitet nur Grenzwerte (z.B. Reaktionszeit beim Ansprechen oder Schreibwert) und die Informationen wird daher in eine freie oder Reservezelle geschrieben.
Der Tipp mit 10% nicht formatierten bzw. einer Partition zugewiesenen Zellen, verlängert die Lebenszeit des max. zugänglichen Speichers erheblich, sodass du in vermutlich in 10 Jahren keinen Unterschied merkst. Außer das vielleicht der Reservespeicher mittlerweile doch aufgebraucht ist und auf die freien Teile zugegriffen werden.
Überleg ma, jede Zelle verkraftet max. 10.000 effektiv ca 3-5000 Schreibzyklen, das heißt du musst erstmal die ganze Platte 5000 mal vollschreiben, damit es keine freie Reservezelle gibt und somit die daten verloren gehen. Das wären 320 TeraByte. In der Praxis sieht es so aus, das aufgrund dessen, dass es bei Produktionsmasse an Zellen nie alle im entferntesten diese werte erreichen. Deshalb spricht man von 72 Terabyte.
Aber bitte SCHREIBE erstmal soviel log daten und installiere erstmal soviele Proggs, das du 72 Terabyte traffic verursachst. Und das ist ja ein Praxistest mit dem standard reservespeicher, ohne 10% tipp.
Und die Controller steuern ja auch nicht eine Zelle 3 mal an, wenn es noch Zellen gibt die nie beschrieben wurden. Deshalb soll man nicht defragmentieren, das gilt nur für mechanische Festplatten.


Ansonst super Sache dieses Speichermedium. Und denk mal in 1-2 Jahren ausgereifter und bezahlbarer per Preisleistung. Da man per HDD noch billiger kommt und mehr Kapazität hat bei selber Schreibgeschwindigkeit im Raid.

Die Schreibgeschwindigkeit eines RAID ist deutlich höher als die einer SSD, ich würde dich bitten dich etwas besser zu informieren^^
Ich weiß nicht was du vorher genau meinest, und ich mein das jetzt auch nicht böse, aber ich kann die Aussage meiner Ansicht nach so nicht stehen lassen, da sie mir schlichtweg falsch erscheint.
Denn es gibt auch versch. RAID...RAID0 ist ca 2,5 mal so schnell, da auf beide platten gleichzeitig die einfache Datenmenge geschrieben wird, das heißt bei einer 50MB Datei werden auf 2 Platten 25 MB geschrieben (Stripe Mode).
Bei RAID1 (Mirror Mode), werden die Daten redundant gehalten und somit exakt das gleiche auf beiden Platten geschrieben
RAID10 (btw Eins-Null und nicht zehn!) ist beides zusammen. Da auf beiden Platten das gleiche geschrieben ist, kann auch gestriped werden.
Lesen ist damit genauso schnell wie bei RAID0, schreiben wie bei RAID1 oder eben einer normalen Platte.

Der Nachteil ist aber wie gesagt die Reaktionszeit der platten. Wenn du 1.000 Dateien hast, alle 200 KByte groß, sinds grade mal 200MB.
1000 * 12 ms = 12.000ms = 12sec (bei 100% defragmentierung)
1000 * 0,2 ms = 200ms = 0,2sec

Bei der schon "suboptimalen" Reaktionszeit einer - nehmen wir mal an - vielleicht halb oder 3/4 vollen SSD platte, beträgt diese insgesamt im unrealistischem bestcase 0,2sec. Aufgrund der Tatsache, das besonders nach längerer Benutzung eine Datei an versch. Orten der SSD sind und die Daten nicht sequentiell geschrieben sind, vervielfachen sich zwar die Zugriffe, aber da der SSD Controller schon suchen kann, während geschrieben wird und die Festplatte immer viel länger zum suchen braucht, als zum schreiben der eigentlichen Datei, vervielfacht sich der Wert nur sehr gering.
Gehen wir mal von ingesamt 1 Sekunde aus. In einer Sekunde schreibt die SSD ca 60MB, nach ca 5 Sekunden schreibt eine SSD ca 200MB, damit sollte alles gegessen sein, unzwar von dem momant an, wo du einfügen klickst. Eine Festplatte braucht aber doch deutlich länger...
Alleine 12sec und alle Daten zu lesen, und dann nochma gut 2,5 sek bis die daten sequentiell (auch optimalfall) geschrieben wurden (15,5). Im normal fall wenn die platte nich grade brandneu, halb voll und 10% fragmentiert ist, sind es bestimmt 4sek (17sek). Wenn volle platten dann nicht sequentiell schreiben können sondern an 100 versch stellen weil kein platz ist sie hintereinander zu schreiben hast du wieder 100 * 12ms = 1,2sec.

Im Alltag ist eine SSD einfach zig mal schneller. Das Zauberwort der ganzen Erklärung ist eigentlich die IOPS: Input/Output Operations Per Second.

//man kacke, is das viel text :D
~ "...mach aus den Rappern hier Obstsalat nenn es SizzlingHot." ~

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Benjamin Sander« (25. Februar 2011, 08:22)


  • »ralf rickmann« ist männlich

Beiträge: 139

Wohnort: Tröbitz

Beruf: wieder am lernen

Renommeemodifikator: 4

  • Nachricht senden

4

Freitag, 25. Februar 2011, 15:29

das mit dem Formatieren ist ja glatter Selbstmord auf einer SSD
Vertragsfahrer der Pro-Racer

Benjamin Sander

Fortgeschrittener

(36)

  • »Benjamin Sander« ist männlich
  • »Benjamin Sander« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 273

Wohnort: Oberrieferath

Beruf: Auszubildender IT-Systemkaufmann

Renommeemodifikator: 3

Danksagungen: 2 / 2

  • Nachricht senden

5

Samstag, 26. Februar 2011, 01:14

Und Warum?
~ "...mach aus den Rappern hier Obstsalat nenn es SizzlingHot." ~

  • »ralf rickmann« ist männlich

Beiträge: 139

Wohnort: Tröbitz

Beruf: wieder am lernen

Renommeemodifikator: 4

  • Nachricht senden

6

Sonntag, 27. Februar 2011, 19:02

Aus dem Grund das zu viele Schreibvorgänge getätigt werden
und so der Verbrauch der Speicherzellen unnötig erhöht wird
und somit die Lebensdauer der SSD verkürzt wird.
Vertragsfahrer der Pro-Racer

Benjamin Sander

Fortgeschrittener

(36)

  • »Benjamin Sander« ist männlich
  • »Benjamin Sander« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 273

Wohnort: Oberrieferath

Beruf: Auszubildender IT-Systemkaufmann

Renommeemodifikator: 3

Danksagungen: 2 / 2

  • Nachricht senden

7

Montag, 28. Februar 2011, 00:30

ja genau, wenn man schnell formatiert werden nämlich nur die index dateien gelöscht xD oder glaubst du eine 1TB Platte nur mit Nullen zu beschreiben dauert 10sek...ich glaube kaum ;)
Da sich der Index/die Partitionstabelle aber im Master Boot Record befindet und eher recht klein ist, denke ich das es der SSD sonstwo vorbeigeht^^ außerdem werden das keine gewöhnlichen Zellen sein.
Selbst wenn du vollständig formatieren oder ein lowlevel format machen musst: Du verringerst die Lebensdauer um 0,02%...find ich recht wenig :vain:

Ich dreh betimmt keinen Müll an...Wenn ich kA hätte würde ich dazu nix schreiben.
~ "...mach aus den Rappern hier Obstsalat nenn es SizzlingHot." ~

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Benjamin Sander« (28. Februar 2011, 00:35)


Benjamin Sander

Fortgeschrittener

(36)

  • »Benjamin Sander« ist männlich
  • »Benjamin Sander« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 273

Wohnort: Oberrieferath

Beruf: Auszubildender IT-Systemkaufmann

Renommeemodifikator: 3

Danksagungen: 2 / 2

  • Nachricht senden

8

Samstag, 7. Mai 2011, 01:46

Heute präsentiere ich euch:
Random Access Memory (RAM)

Einleitung


In der heuten Zeit benutzen alle Menschen einmal irgendwo einen Arbeitsspeicher, den sog. RAM. ob im Handy, der Spielekonsole oder im PC. Der schnelle Zwischenspeicher ist für jedes moderne Gerät unerlässlich. Doch wie funktioniert er eigentlich? Worauf muss ich beim Kauf achten, welche Vorteile bieten unterschiedliche Modelle und wieviel brauche ich überhaupt? Nur einige Fragen, mit der sich dieses Thema diesmal auseinander setzt.

Alle Computer besitzen viele unterschiedlich große und schnelle Zwischenspeicher. Der Arbeitsspeicher ist einer davon. Er speichert die Daten temporär, was bedeutet, sobald der Strom aus ist, sind die wieder Daten weg. Je kleiner der Speicherplatz eines Zwischenspeichers wird, umso schneller kann er laufen. Das ist auch der Grund, warum RAM deutlich schneller laufen kann als z.B. Festplatten oder auch SSDs.
Zuerst einmal unterscheiden wir von den noch zwei verbliebenen gängigen Speichervarianten:
- DDR2-SD RAM
- DDR3-SD RAM


Technik

Der Begriff definiert sich wie folgt: Double Data Rate Synchronius Dynamic Random Access Memory. Verdoppelte Datenrate deshalb, weil DDR-SD RAM im Gegensatz zu SD RAM Informationen sowohl auf der aufsteigenden als auch auf der absteigenden Signalflanke verarbeiten kann, woraus sich pro signal die doppelten Informationen verarbeiten lassen. Gewöhnlicher SD RAM kann entweder nur bei 0 oder bei 1 Daten verarbeiten. Also entweder der Speicher reagiert auf ein fehlenden Impuls (von 1 zu 0), oder er reagiert auf den Impuls selbst (0 zu 1). Der Speicher läuft nebenbei auch synchron zum Systembus und beherrscht den freien Zugriff (Random Access) auf alle Speicherzellen und Adressen. Damit der Speicher auch synchron läuft gibt es heute allerlei technische Hilfsmittel, Multiplikatoren und Controller, die das steuern.
Die meisten Nutzer stecken den RAM einfach rein und der läuft auch. Doch wie, das wissen nur wenige (meiden viele vielleicht auch absichtlich^^).
DDR2-SDRAM ist eine Weiterentwicklung des Konzeptes von DDR-SDRAM, bei dem statt mit einem Zweifach-Prefetch mit einem Vierfach-Prefetch gearbeitet wird. Das Prefetching ist im Grunde das vorausschauende Abrufen von Dateien.

Für die wenigen Technikfreaks trotzdem folgender Wiki-Ausschnitt (Burst=Datenpaket):
Um die externe Datentransferrate zu steigern, ohne die interne Geschwindigkeit erhöhen zu müssen, wird getrickst. Bei dem so genannten Prefetching werden pro Adressierung die Daten von mehreren Spaltenadressen ausgelesen und in einen Parallel-Seriell-Wandler (Schieberegister) geschrieben. Von diesem Puffer aus werden die Daten mit der höheren (externen) Taktrate ausgegeben. Dadurch erklären sich auch die mit synchronen DRAMs eingeführten Daten-Bursts und insbesondere ihre jeweilige minimale Burstlänge (sie entspricht gerade der Länge des als Parallel-Seriell-Wandlers eingesetzten Schieberegisters und damit dem Prefetch-Faktor):

Einfach gesagt, bot jede weitere Stufe der DDR-Module einen doppelten Prefetch als der Vorgänger, was dafür sorgt, dass sich der Durchsatz sehr stark erhöhen und maximal verdoppeln kann. Doch hierbei sollte man nicht in grenzenloser Euphorie ausfallen, denn den praktischen Nutzen den man von de Steigerung erzielt ist verschwindend gering. Eine naheliegende Überleitung zu den Fragen "Worauf muss ich beim Kauf achten?" und "Welche Vorteile bieten unterschiedliche Modelle?"


Unterschiede

Als erstes will ich euch ersteinma die Unterschiede näher bringen, dazu gibt es hier 4 unterschiedlichste Speichermodule:



  1. Mushkin mit markentypisch verschnörkeltem grünem Heatspreader; für gewöhnlich mittlere Preiskategorie
  2. Kingston Value RAM, ganz unspektakulär aber sehr beliebt; sehr stabil und beste Kompatibilität
  3. Dominator Series von Corsair; schnell, extrem hübsch und sehr teuer; das imposant wirkende Kühlsystem ist bei Modulen mit hoher Taktung auch sinnvoll
  4. Kingston HyperX H²O; aufwendige Kühlung zum Anschluss an einen Wasserkreislauf; extrem - in der Leistung, Optik und vorallem im Preis

Dem User, der sich ohnehin nicht mit der Hardware genauer beschäftigt sei gesagt, dass das man im Prinzip nur den richtigen Speichertyp kaufen muss. Hauptsache ist, dass der Speicherhersteller namhaft ist. Hohe Taktung und niedrige Latenzen (Reaktionszeiten) wirken sich ebenso wenig aus wie ein Heckspoiler auf einem VW-Käfer. Fakt ist einfach, dass der praktische Nutzen extrem gering ist. Der allgemein häufig bestehende Irrglaube, hoch getakteter Speicher würde einen signifikanten Leistungsschub bringen, ist leider oft Grund für sinnlos rausgeworfenes Geld.
Zudem entstehen oft Probleme bei Modulen, die sich mit ihren Spezifikationen was Takt, Spannung und Latenz angeht weit aus dem Fenster lehnen. Der PC "will" dann oft nicht so richtig und "zickt" rum. Häufig ist das nur eine Frage der Einstellung, nicht allzu selten aber auch eine der Kompatibilität.

Dem Laien sei deshalb angeraten sich IMMER Speicher folgender Merkmale zu beschaffen:

  • DDR1: 400 MHz CL3
  • DDR2: 800 MHz CL5 (1,8V)
  • DDR3: 1333 MHz CL9 (1,5V)


Größe und Anzahl der Module

Die Größe als auch die Anzahl der Module spielt nur äußerst selten eine Rolle. Die zurzeit empfohlene Größe des Arbeitsspeichers beträgt 4 GB RAM. Zurzeit braucht keine Anwendung (auch Spiele) mehr als einem System mit der Speichermenge zur Verfügung steht. Die Laderuckler die es gibt, sind auf die Engine im Spiel und/oder die verhältnismäßig langsame Festplatte zurückzuführen. Grafikkarten besitzen natürlich auch einen RAM, den Video- bzw. V-RAM. Bei Neuanschaffungen sollte die 1 GB Grenze nicht unterschritten werden, allerdings lässt es sich mit 512 MB (z.B. 8800GT oder HD 4870) auch noch gut spielen. Für High-End Systeme ist eine Speichermenge bis 2GB sinnvoll (pro Grafikkarte). Aber zurück zum "normalen" RAM:
Wenn man Problemen zu 100% vermeiden will, dann sollte man berücksichtigen nicht zu große einzelne Module zu kaufen.
Anstatt einen 4GB Riegel zu nehmen, sollte man sich lieber 2x 2GB zulegen. Das hat grundsätzlich nur etwas mit der Kompatibilität bzgl. der Speichergröße zu tun. Der Trend geht in Richtung 4 GB und 8 GB RAM, weshalb man bei etwas älteren (wenn auch durchaus potenten) Systemen die DDR2 Speicher benutzen bei 2x 4GB schnell auf Probleme stoßen kann.
Generell erhöht sich immer dann die Gefahr für Inkompatibilität, wenn:

  • Das Maximum an Speichergröße ausreizt, die das Mainboard unterstützt (bei halbwegs neuen oft 8GB bis zur Zeit 16GB)
  • Das Maximum an Speicherslots genutzt wird (z.B.: 4x 1GB von 4 Slots)
  • Die Spezifikationen des Speichers außerhalb des JEDEC-Standards oder (einfach->) Mainstream liegen ("Übertakter"-Speicher)

Die geringsten Probleme wird man noch mit 4x 1GB haben. Verwendet man stattdessen 2GB Module und erhöht auf 8 GB, kann es, inbesondere wenn man das adressierbare Maximum des Mainboards erreicht, schneller zu Problemen kommen.
Am gefährlichsten ist natürlich die Kombination aus allem zusammen. Mit 4x 2 GB die Slots voll auszureizen und dabei Übertakter-Speicher zu benutzen, der z.B.: "Low-Voltage" ist oder Speicher der sich in irgendeiner Richtung weit von dem Mainstream entfernt, ist zwar möglich, erfordert aber sehr viel Zeit und Geduld. Es müssen teilweise 30-40 verschiedene Einstellungen korrekt aufeinander abgestimmt sein, damit das System läuft.
Selbst dann ist ein stabiles System nicht garantiert.

Der normale Verbraucher schützt sich am besten davor, indem er Module kauft die weit verbreitet sind und auch entsprechend häufig von den Kunden und Herstellern getestet werden konnten bzw mussten.
Denn es gibt soviele Nieschenprodukte, dass die Hersteller niemals die teuren Hochleistungsspeicher in verschiedensten Kombinationen prüfen können. Dafür gibt es nunmal den einfachen Standardspeicher.
Und merken wird der Kunde den Unterschied sowieso nicht. Es ist im Prinzip völlig egal, wie schnell der Arbeitsspeicher ist. Denn er ist in jedem Fall schneller als das restliche System, ob jetz um 2000% oder 4000% macht da keinen Unterschied.
Der Zwischenspeicher findet sich steigender Hierarchie immer wieder, weshalb es sinnlos ist nur einen Teil von dem ganzen Speicher und Datenverarbeitungssystem hochwertig und schnell zu halten.
Denn die Festplatte und auch die SSD ist immer noch deutlich langsamer und ist somit der Flaschenhals in punkto Geschwindigkeit.
~ "...mach aus den Rappern hier Obstsalat nenn es SizzlingHot." ~

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Benjamin Sander« (13. November 2011, 23:58)


  • »Alexander Wittmann« ist männlich

Beiträge: 167

Wohnort: In der Nähe von Mainz (o|5)

Beruf: Lehrer Unterhalter

Renommeemodifikator: 4

Danksagungen: 1 / 0

  • Nachricht senden

9

Samstag, 7. Mai 2011, 16:18

Dann schreib doch wenigstens mal: Viel Arbeitsspeicher=viele Daten, die zwischengespeichert werden können, also muss seltener neu geladen werden=schnellere Systemgeschwindigkeit
Nach dem Spielen ist mein PC immer so langsam, aber auch die RAM Auslastung ist sehr gering. Und mit der ZEit füllt der sich wieder auf.
Wunschliste:
-Kekse
-Katzenrippchen
-Neues Auto
-Ein Sieg ohne rFactor Bug^^

Benjamin Sander

Fortgeschrittener

(36)

  • »Benjamin Sander« ist männlich
  • »Benjamin Sander« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 273

Wohnort: Oberrieferath

Beruf: Auszubildender IT-Systemkaufmann

Renommeemodifikator: 3

Danksagungen: 2 / 2

  • Nachricht senden

10

Freitag, 3. Juni 2011, 22:50

push* update RAM
~ "...mach aus den Rappern hier Obstsalat nenn es SizzlingHot." ~

Social Bookmarks

Thema bewerten